Tipps um Kinder zuhause zu unterrichten

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Homeschooling – und wie es gehen kann

Du bist kein Lehrer, aber mit dem Einzug des Corona Virus sollst du plötzlich deine eigenen Kinder unterrichten: Physikstoff aus der 8. Klasse, Deutsch auf Oberstufenniveau, ja selbst Mathe-Aufgaben aus der vierten Klasse lassen dich wahnsinnig werden. Hektisch setzt du dich ans Laptop und fängst an zu recherchieren und deine Lücken zu füllen, arbeitest dich in die biochemischen Prozesse der Fotosynthese ein und frischst deine Kenntnisse zur Weimarer Republik auf. 

Nachdem du eine Viertelstunde mit deinem Kind am Küchentisch verbracht hast, ist die Laune im Keller, das Kind bockt und deine Geduld ist bereits jetzt erschöpft.  Du verfluchst Corona, die Lehrer und die ganze Situation und fühlst dich völlig überfordert.

Halte inne und grenz‘ dich ab! Du bist nicht der Lehrer, du kannst das nicht leisten. Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis. Dennoch trudelt täglich und unermüdlich Lernstoff per E-mail ein und du willst selbstverständlich nicht, dass dein Kind in dieser Zeit im Lernstoff zurück fällt. Also was tun? Die folgenden Tipps können dir helfen:

Arbeitet nach Plan

Ähnlich wie du, haben auch deine Kinder einen Rhythmus im Körper. Das bedeutet, das Kind ist es gewohnt am Morgen zu lernen und am Mittag seine Hausaufgaben zu erledigen. Bearbeitet den Stoff also zu den üblichen Zeiten. Darauf ist das Kind eingestellt und du musst es nicht großartig aktivieren. Richte dazwischen Pausen ein, so bleibt ein Teil des Alltags gewahrt und das ist viel einfacher, als wenn du erst deine Arbeit erledigst und dich dann erst am späten Nachmittag mit deinem Kind zusammensetzt. Dann wird dein Kind ebenfalls schon im Feierabendmodus sein.

Ebenso ist es günstig vor Arbeitsbeginn einen Tagesplan zu erstellen. Das ist eine didaktische Methode, die der Lehrer auch in der Schule anwendet. Dein Kind wird es kennen und weiß was zu tun ist. Ihr besprecht die Aufgaben, die an diesem Tag zu bearbeiten sind. So könnt Ihr die Reihenfolge der Aufgaben festlegen und auch besprechen, wobei dein Kind Hilfe braucht und was es alleine leisten kann. Lernprobleme können so im Vorfeld aus dem Weg geräumt werden. Häufig reicht eine Erinnerungsstütze und das Kind ist wieder im Bilde.

Ebenso könnt Ihr an dieser Stelle festlegen, was das Kind tun kann, wenn es alleine nicht weiterkommt. Z. B., die Aufgabe erstmal auf Seite legen, selbst im Netz recherchieren oder die Lerngruppe aktivieren. Das alles hängt natürlich vom Alter und der Selbstständigkeit des Kindes ab. Das kostet zu Beginn des Tages ein bisschen Zeit, zahlt sich aber im Laufe der Lerneinheit aus. 

Erkläre durch Fragen

Das ist Hilfe zur Selbsthilfe. Du kennst die Situation zur Genüge. Du hast die Rechenaufgabe ausführlich und für dich klar verständlich erklärt. Dein Kind schaut dich ratlos an und sagt dann: „Das hat der Lehrer aber ganz anders erklärt. So verstehe ich das nicht.“ Der Frust ist da und wenn dir das dreimal am Tag passiert, wirfst du frustriert das Handtuch.

Besser ist es, wenn du dir die Aufgabe von deinem Kind erklären lässt. Es wird auf jeden Fall etwas dazu sagen können und etwas wissen. Davon ausgehend, kannst du Fragen stellen und Tipps geben. So z. B. Wie können wir jetzt weiter rechnen?“ oder „Was würde dir jetzt helfen?“. Das hilft dem Kind viel mehr und frustriert euch nicht beide. Auf lange Sicht lernt das Kind das selbstständige Lernen.

Umgang mit Lernproblemen

Dennoch wird es Aufgaben geben, die ihr nicht lösen könnt, gerade wenn der Lehrer neuen Stoff vermittelt hat. Lernstoff wird auch in der Schule nicht immer auf Anhieb verstanden. Ihr müsst deswegen nicht gleich verzweifeln. Wenn ihr an einem Punkt seid, an dem es nicht weitergeht, pausiert an dieser Stelle und macht mit etwas anderem weiter. Das nimmt den Druck raus. Lernpädagogisch legt sich Wissen oft in Phasen der Entspannung ab. Das heißt es kann sein, dass es am nächsten Tag viel besser läuft. Beendet die Einheit aber auf jeden Fall mit einer leichten Aufgabe, die dem Kind ein positives Erlebnis beschwert. Das lässt das Kind nicht frustriert zurück. 

Eventuell könnt ihr über die Medien je nach Alter Lerngruppen organisieren. Oft können sich die Schüler das untereinander viel besser erklären und sich gegenseitig helfen. Auch Gruppenarbeit ist eine lerndidaktische Maßnahme aus der Schule. 

Als Letztes

Der Lehrer ist nicht im Urlaub und steht seinen Schülern online bestimmt gerne zur Verfügung. Man kann also Kontakt aufnehmen und sich Unterstützung holen. Der Lehrer wird heilfroh sein, wenn die Lücken am Ende der Krise nicht zu weit auseinander gedriftet sind und er nicht zu viel Zeit auf die Wiederholung legen muss. 

Und das Allerwichtigste zum Schluss

Die Kinder brauchen dich jetzt, aber in erster Linie als Mutter und Vater, die Trost spenden und Geduld haben. Nicht als denjenigen, der die Lateinvokabeln perfekt vermitteln kann. 

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